Tierische Geschichten: Alles begann mit Panther, Tiger und Amadeus

Tierische Geschichten:
Alles begann mit Panther, Tiger und Amadeus

Goldauge - Foto privat

Meine Kater und die tapfere Tigerin waren und sind natürlich die Quelle meiner Inspiration. Einiges von dem, wovon „Goldauge“ erzählt, hat sich auch in Wirklichkeit abgespielt…

Und dann ist da noch meine Sammlung tierischer Geschichten.

Pressesammlung

Ausgebüxte Kühe, geflüchtete Truthähne, Enten, die so schnell fliegen, dass sie in eine Radarfalle geraten, Giraffen, die von ihrem sterbenden Tierpfleger Abschied nehmen und viele, viele Geschichten mehr. Schöne Geschichten, die uns vor Augen führen, wieviel Liebe, Kraft, Mut und Witz in unseren Mitgeschöpfen steckt… Die Sammlung der Zeitungsauschnitte, Bücher, Bildbände und Internet-Stories, die ich mit der ersten Meldung vom 21.11.2001 archivierte, kann sich sehen lassen.

Da gibt es die schlauen Füchse in Berlin, Bayern und Rheinland- Pfalz, die sich auf den Klau von Schuhen spezialisiert haben. Den freundlichen Dobermann aus Celle, der ein verwaistes Lämmchen betreut. Und die Amur-Tigerin, die eine Tanne umarmt und, so scheint’s, den Duft der Rinde aufsaugt – ein unfassbar kostbarer Moment, den die Kamera von Sergej Gorschkow, einem der bekanntesten Naturfotografen Russlands, festgehalten hat.

Es sind berührende Geschichten, herzzerreißend traurige, lustige – und immer wieder solche, die uns deutlich machen: Auch Tiere haben keinen Bock auf Gefangenschaft!

Von wegen Weihnachtsbraten!

Wie die drei Lamas, die ihren Job im Zirkus satthatten und frei und fröhlich durch Iserlohn spazierten.

Wie die junge schwarze Ziege, die mit ihrem Verkauf nicht einverstanden war, sich aus dem Arm ihres neuen Eigentümers wand, im Wald verschwand und sich einem Rudel Damhirsche anschloss. Damit begann eine von vielen Magazinen und TV-Sendern begleitete Assimilation. Die Ziege sprang nicht mehr, sie schritt. Sie rupfte kein Gras, sie äste. Sie hüpfte nicht mehr einfach drauflos, sondern schaute sich aufmerksam um, bevor sie eine Lichtung betrat, ob nicht Gefahr lauere. >Ein Hirsch im Ziegenfell<, wie die Kieler Nachrichten titelten.

Und dann wäre da noch ein englischer Truthahn, der sich nicht damit abfinden wollte, als Weihnachtsbraten enden zu müssen. Er überwand den zehn Meter hohen Zaun der Zuchtfarm, durchwanderte Felder und Wiesen, entkam seinen natürlichen Feinden und gelangte zu einer Schutzstation für Eulen in Crow.

Die Theorie: Der Vogel folgte den Vogelstimmen, deshalb landete er dort. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass der Truthahn die schützende Energie des Areals wahrnahm, sich in das morphogenetische Feld einklinkte und erkannte: Hier bist du richtig, Bro. Und so war es ja dann auch. Der Truthahn erhielt Asyl und den Namen Terence.

Und immer wieder büxen Kühe aus!

Wie zum Beispiel Penka.
Penka ist eine bulgarische Kuh, die beim Grasen die Außengrenze der Europäischen Union überschritt und sich im Nicht-EU-Land Serbien wiederfand und deshalb – nach EU-Recht – getötet werden sollte. Der absurde Fall rief Tierschützer*innen und Prominente wie Paul McCartney auf den Plan. Da Laboranalysen keine Krankheit feststellen konnten, wurde schließlich Gnade vor Recht erteilt. Penka blieb 15 Tage auf fremden Terrain, dann wurde sie zu ihrem Besitzer zurückgebracht.

Vier Pfoten/Bulgarien-Sprecher Yavor Gechev sagt dazu: „Es gibt da draußen noch viele weitere Penkas: Im Grenzbereich zwischen Bulgarien und Serbien streunen täglich Dutzende Tiere aus der oder in die Europäische Union. Sollte dieses Gesetz bei anderen Tieren exekutiert werden, wäre das einfach grausam. Ich hoffe sehr, dass Penkas Fall nun zumindest hilft, eine Lösung zu finden. Wie der internationale Aufschrei gezeigt hat, ist dieses Gesetz absolut nicht bürgernah – im Gegenteil. Die Menschen empfinden es schlicht als sinnlose Tierquälerei.”

Informationen zu der wertvollen Arbeit der Tierschutzorganisation Vier Pfoten auf deren Webseite