Hör! Mir! Zu!

Hör! Mir! Zu!

Tierkommunikation: Alles hat seinen Sinn

Einem Schmetterling, der sich auf meinem Unterarm niedergelassen hat, freundlich zuzulächeln, und alle meine Empfangsantennen so weit zu stellen, um zu verstehen, was er mir zu sagen hat – ja, das kann ich. Mit Schmetterlingen etwas lässiger als mit Hornissen, aber auch das geht.

Einige Botschaften kommen sehr deutlich rüber, andere nicht. Dann ist es Zeit für Regula Meyer: „Tierisch gut. Tiere als Spiegel der Seele – Die Symbolsprache der Tiere“ aus dem Arun-Verlag steht seit vielen Jahren in meinem Bücherregal und war und ist ein unverzichtbarer Ratgeber, wenn ich das Gefühl habe: Hier lässt ein Tier gerade nicht locker, umschwirrt mich, ist aufdringlich, fliegt mir ins Auge oder oder oder: es möchte mir offenkundig etwas sagen. Ob Ameise, Fink oder Fuchs – quantenphysikalisch betrachtet befindet sich kein Tier zufällig in meinem persönlichen Hologramm.
Alles hat seinen Sinn.

Schmetterling auf einer Buchseite Foto: Susanne Golnick

Jedoch: Man hört ja nicht immer so aufmerksam zu, wie es wünschenswert wäre

Hätte ich es getan, hätte ich manche doofe Erfahrung mit der menschlichen Spezies elegant links liegen lassen können. Aber abgesehen davon, dass ich eben jene Erfahrungen einem höheren Plan folgend machen sollte, ist es ja auch im Neusprech so: Hätte, hätte, Fahrradkette…
Der Konjunktiv bringt uns eben nicht weiter.

Die eine oder andere hinweisende Schwingung, dies oder jenes vielleicht zu lassen, habe ich standhaft überhört und übersehen, bis man es auf einer anderen Ebene nicht mehr mitansehen konnte und eine Handvoll tierischer Botschafter ins Rennen schickte, die nachdrücklicher als Ameise & Co. klarmachten: DAS geht ja gar nicht! Wobei mit DAS in der Regel der eine oder andere amoureuse und ernst von mir in Betracht gezogene Bewerber gemeint war.

Und meine Katzen ließen sich was einfallen! Das vom Kater vollgeschissene Armani-Jackett zum Beispiel, nun ja, gehörte jemandem, den ich besser in die Wüste schicken sollte. War deutlich. Interventionen wie dieser habe ich in „Goldauge“ in veränderter Version (damit sich niemand wiedererkennt) Referenz erwiesen.

Aber natürlich – das kennen, glaube ich, alle Menschen, die einem Tier verbunden sind – gibt es nicht nur die lustigen Geschichten, die uns auf die Baustellen unseres Lebens aufmerksam machen. Nein, es sind die schmerzlichen, traurigen, herzergreifenden Geschichten von kranken Tieren, die uns spiegeln.

Spiegeln? Das Tier mich? Hä?

Würde Herr Kaluppke aus „Goldauge“ fragen und der Nerd mit Scottie, dem Goldfisch, würde lässig ins Smartphone nuscheln, wie krass relevant das Konzept ist.
Isses. Krass relevant.

Nachdem einer meiner geliebten Kater an Darmkrebs gestorben war, machte ich mich auf den Weg. Um herauszufinden, wie das geht mit dem Spiegeln und welche Möglichkeiten ich habe, meinem Tier zu helfen, bzw. es zu überreden, mich NICHT zu spiegeln, sondern BITTE BITTE einfach Tier zu sein und sich am Leben zu erfreuen, las ich wie ein Staubsauger alles, was mir zu dem Thema in die Hände fiel.

Zwei Dinge wurden mir klar:

Ja, Tiere „sprechen“ mit uns – telepathisch.
Ja, jeder kann es lernen, wenn er will.
Doch für das, was uns die geliebten Tiere zu sagen haben, die mit und bei uns leben, brauchen wir meistens einen animal translator. Weil wir mit unseren Emotionen zu dicht dran sind.
Dann ist es Zeit für kompetente Übersetzungshilfe.

Die Arbeit von Maike Maja Nowak, Dr. Susanne Hauswirth und Heiko Wittkopf habe ich ja bereits ausführlich vorstellen dürfen. In loser Reihenfolge setze ich diese Serie in den kommenden Wochen fort.