Klare Worte! Interview mit Rüdiger Dahlke

Klare Worte! Interview mit Rüdiger Dahlke

Zwischen Tieren und Menschen besteht eine besondere Beziehung. Wie besonders, hat der bekannte Arzt und Bestsellerautor Dr. Rüdiger Dahlke zusammen mit der Tierärztin Dr. Irmgard Baumgartner in einem so komplexen wie berührendem Buch beschrieben: „Das Tier als Spiegel der menschlichen Seele“. Darüber haben wir gesprochen und – Bezug nehmend auf sein neues Buch „Mind food“ – über die Frage, was uns hindert, das Leben der Tiere zu achten und die unhaltbaren Zustände der Massentierhaltung und -Tötung zu verändern und auch darüber, wie es endlich gelingen kann.

Warum spiegeln Tiere uns (warum glauben sie, das tun zu „müssen“) und wie funktioniert das mit dem Spiegeln?

Rüdiger Dahlke: Ich glaube, in unserer Welt spiegeln sich alle Wesen, das ist einfach dem Resonanzgesetz geschuldet. Jede(r) bekommt die Partner und Chefs nach der persönlichen Resonanz und auch seine Tiere.

Welche Erfahrungen haben Sie persönlich damit gemacht?

RD: Im Taschenbuch „Das Tier als Spiegel der menschlichen Seele“, das ich zusammen mit der Tierärztin Irmgard Baumgartner geschrieben habe, sind viele angeführt, etwa wenn Tiere Allergien wie ihre menschlichen Partner entwickeln, die bei ihren wilden Artgenossen gar nicht vorkommen. Frau Baumgartner hat in ihrer Kleintier-Praxis über Jahre beobachtet, wie Krankheitsbilder von Haustieren die ihrer Frauchen und Herrchen spiegeln, ganz analog wie im Nachschlagewerk „Krankheit als Symbol“ beschrieben.

Rüdiger Dahlke mit Katze © Dahlke
Rüdiger Dahlke mit Katze © Dahlke

Können wir lernen, die Sprache unserer Tiere zu verstehen – und wie machen wir das?

RD: Die meisten Tierfreunde lernen das wohl durch Einfühlen und langes Zusammenleben mit ihren Tieren. So wie wir lernen können, unserem ersten aufsteigenden Gedanken zu vertrauen und auf diese Weise mit unserer inneren Stimme oder der unseres Gewissens, unserer inneren Heilerin oder unserem inneren Arzt Kontakt zu finden, können wir auch unseren Tieren diese Möglichkeit einräumen, sich unserer jeweils ersten aufsteigenden Gedanken zu bedienen. Heute gibt es auch schon Seminare, um die Kommunikation mit Tieren zu lernen.

Welche Chancen, welche Entwicklungsmöglichkeiten liegen für uns persönlich wie für die Gesellschaft darin, wenn wir Tieren achtsam begegnen? 

RD: Wer mit Tieren – wie wir mit unseren Katzen – zusammenlebt, bei dem wird wie von selbst mehr Freude und gute Stimmung einziehen. Tiere freuen sich immer, wenn sie uns wiedersehen, Hunde wedeln mit dem Schwanz, Katzen beginnen zu schnurren. Ihr Schnurren ist laut Studie der Universität Wien heilsam. Dort wurde sogar ein Schnurrgenerator entwickelt. Ich bin überzeugt, dass unsere lebendigen Katzen das noch viel besser können.

Menschen, die achtsam mit Tieren umgehen, neigen dazu, das auch mit Menschen und sogar Dingen zu tun. Ihr Leben ist mit mehr Freude angefüllt, sie bekommen mehr Kuschel- oder Beziehungs-Hormon Oxytocin, was mehr Nähe und Bezogenheits-Gefühle mit sich bringt.Würden wir alle oder wenigstens all jene, die keinen menschlichen Partner finden, ein Tier aus dem Tierheim holen, ginge es uns und dieser ganzen Gesellschaft sehr viel besser. Davon bin ich zutiefst überzeugt.

Allen Bildern, Videos, Berichten und Aktionen gegen Massentierhaltung und Schlachthäuser zum Trotz wird die grausame Praxis ungehindert fortgesetzt.

RD: Die meisten modernen Menschen essen nicht nur Gefährliches, Giftiges und Schädliches – 93 % der mit der Nahrung aufgenommenen Gifte stammen laut Studie des Schweizer Bundes aus Tierprotein, darunter Gifte wie Dioxin – sondern lassen sich mit noch gefährlicherer geistiger Nahrung abspeisen. Insofern halte ich mein jüngstes Buchkind „Mind-Food“ für noch ungleich wichtiger als „Peace Food“, das auch schon so wichtig ist. Will sagen, die große Mehrheit bekommt gar nicht mit, was für „Schweinereien“ in den Massentier-Zucht-Häusern geschehen, oder verdrängen es.

Was muss passieren, damit ein Ruck durch die Gesellschaft geht und endlich etwas verändert wird?

RD: Mit der Pandemie ist eigentlich längst genug passiert. Ausgewogen ernährte „Peace Food“-Esser wie ich haben da gar nicht oder nur ganz milde teilgenommen. Persönlich habe ich seit 50 Jahren kein Fleisch mehr gegessen und ungefähr ebenso lange an keiner Grippe-Welle mehr teilgenommen oder wäre auch nur einen Tag wegen Krankheit beruflich ausgefallen.

Ist ein Bewusstseinswandel nur in solch kleinen Schritten möglich, dass man die Fortschritte kaum erkennt?

RD: Ich hoffe natürlich immer noch weiter, dass es rascher gehen möge; schon aus Egoismus, um sich all das daraus folgende körperliche, seelische, soziale und spirituelle Elend zu ersparen, das daraus folgt.

Welche Rolle spielen Manipulation und Brainwash des Systems, geschürte Ängste (vor Pandemien, jetzt vor Inflation und explodierenden Energiepreisen) in unserer Unfähigkeit, wirklich etwas zu verändern?

RD: Nach meiner Erfahrung die Entscheidende. Insofern habe ich kürzlich „Mind-Food“ geschrieben und halte es auch für mein wichtigstes Buch in dieser makabren Situation. Alles, was in den letzten beiden Jahren benutzt wurde, um uns, die Bevölkerung hinters Licht zu führen, wird in der Psychotherapie genutzt, um Menschen ins Licht, beziehungsweise zu ihrem inneren Leuchten zu führen. Wir können also aus dieser an sich beschämenden Situation auch großen Nutzen für unsere Entwicklung und unser Wachstum ziehen.  

Wie können wir unsere mentale Gesundheit so stärken, dass wir diesen Manipulationen widerstehen?

RD: Der erste und wichtigste Schritt ist, diese mittels „Mind-Food“ durchschaubaren Manipulationen zu durchschauen, dann können wir daraus lernen und sie verfangen bei uns nicht mehr. Aber wir können eben sogar daraus lernen, wie wir diese Methoden wie Reframing, Preteaching, Nudging und wie sie alle heißen, sogar positiv für unsere Entwicklung nutzen können.

Titel Rüdiger Dahlke

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Zur Webseite Heilkundezentrum Dahlke