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Goldauge – die Interviews Teil 4

Die Tier-Intrerviews gehen weiter. Diesmal: Der Rabe.
Ich erwische den Raben, als er sich anschickt, die indischen Laufenten zu ärgern. Mobbing unter Hoftieren ist nicht so selten, wie Mensch denkt.
Ich: Hey, stop mal. Kannst du mich nach Möhrendorf und Bulgarien fliegen?
Der Rabe: Sicher. Ich bin ja für jedemann ersichtlich ein Zugvogel, eine Wildgans, ein Storch, such es dir aus… NEIN!
Ich: Warum nicht? Es wäre nett, mal was anderes.
Der Rabe: Hm.

Goldauge – die Interviews Teil 1

Wie so häufig in der Geschichte von „Goldauge“ überschneiden sich Wirklichkeit und Fiktion, wobei man nicht so genau unterscheiden kann, was was ist. So oder so: Während ich noch damit beschäftigt war, Post Nr. 8 zu schreiben, hatte sich der Protagonist des Romans bereits auf die Pfoten gemacht, um das Thema per Feldstudie näher zu beleuchten.

Tierische Geschichten:
Alles begann mit Panther, Tiger und Amadeus

Ausgebüxte Kühe, geflüchtete Truthähne, Enten, die so schnell fliegen, dass sie in eine Radarfalle geraten, Giraffen, die von ihrem sterbenden Tierpfleger Abschied nehmen und viele, viele Geschichten mehr. Schöne Geschichten, die uns vor Augen führen, wieviel Liebe, Kraft, Mut und Witz in unseren Mitgeschöpfen steckt… Die Sammlung der Zeitungsauschnitte, Bücher, Bildbände und Internet-Stories, die ich mit der ersten Meldung vom 21.11.2001 archivierte, kann sich sehen lassen.

Auftritt Kater!

„Wir … nun, wir gehen erst mal los und … fragen andere Tiere, ob sie was wissen.“
„Vorzüglicher Plan“, sagt der Hahn. Es klingt sehr von oben herab und deshalb fauche ich ihn an. Er wirft den Kopf zurück, so dass der Kamm zittert, dann beginnt er hinter der Kuh wichtigtuerisch auf und ab zu gehen, als hätte er hier und uns irgendwas zu bestimmen.
„Meinst du mit Wir uns alle?“, fragt die Kuh mit sanfter Stimme ohne dem Hahn Beachtung zu schenken.

Er wäre der perfekte Kaffeeprinz gewesen…

Solche Höfe erkennt man daran, dass sie wie eine Filmkulisse aussehen. Die Requisiten sind dabei immer gleich: ein Border-Collie oder Labrador (im Moment sind die braunen im Trend), gestresst umherlaufend, was malerisch wirkt, aber ein Fall für Cesar Milan ist, ein Porsche Cayenne oder BMW active Tourer, Klangspiele in den Bäumen und darunter (seitdem jeder Hansel sich witterungsbeständige Loungemöbel leisten kann) Gartentische aus vierhundert Jahre alten Klostertüren auf Traktor-Rad-großen geschmiedeten keltischen Kreuzen.

Lösemittel, energetische Emulgatoren und eine Erscheinung

Während ich in meinem schicken Büro sitze und über die Frage nachdenke, was ich hier eigentlich soll, wird die Eingangstür mit Schwung aufgerissen.
„Guten Tag“, begrüßt mich eine Erscheinung mittleren Alters strahlend.
„Guten Tag“, erwidere ich höflich, überzeugt, dass die Erscheinung sich in der Hausnummer geirrt hat. Sie sieht aus, wie jemand, der vier Katzen hat.